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DAS PROJEKT – COCKPIT „MOCKUP“

Die geborgenen Wrackteile der Junkers Ju 52 wurden nach Prägraten zum Feuerwehrhaus transportiert, wo sie anläßlich einer Informationsveranstaltung am 20.1.2003 unter Beisein des Flugzeugexperten Mag. Wolfgang Falch, des Archäologen Prof. Dr. Harald Stadler von der UNI Innsbruck, und Frau Dr. Sabine Falch vom Institut für Zeitgeschichte, Gemeinderäten und sonstigen Interessierten zur Ansicht gebracht wurden.

  

In der darauf folgenden Gemeinderatssitzung vom 5.2.2003 wurde einstimmig beschlossen, dass die wissenschaftliche Aufarbeitung der Geschichte der Tante Ju aus dem Eis durch die Universität Innsbruck, Abteilung Neuzeitarchäologie erfolgen soll. Das Institut erhielt politische Rückendeckung von der Gemeinde Prägraten, um Anträge auf Unterstützungs- und Förderungsmöglichkeiten für dieses Projekt zu stellen zu können.

Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für den Wiederaufbau eines sogenannten Cockpit-Mockups der Ju 52 aus. Um dies  bewerkstelligen zu können, war es notwendig die zahlreichen Flugzeugteile zu sichten und zu sortieren. Es wurde ein Arbeitskreis bestehend aus Bgm. Stellv. Friedl Steiner, Gotthard Bstieler und Herbert Unterwurzacher gebildet, welche das Projekt koordinieren bzw. vorantreiben sollten.

Der Inhalt des Vertrages, der von Bürgermeister Johann Kratzer mit der Firma Sandyair Corp. in Zirl unterzeichnet wurde, sah einen 12-monatigen Realisierungszeitraum vor. Projektträger war die Gemeinde Prägraten am Großvenediger. Die Restaurierungsarbeiten waren mit einem erheblichen Zeitaufwand verbunden, sodass sich die Fertigstellung sich bis in das Jahr 2005 hineinzog.

Am 1.10.2005 wurde das restaurierte Cockpit erstmals bei der Veranstaltung „Lange Nacht der Forschung“ im Eingangsbereich der Leopold-Franzens-Universität in Innsbruck der Öffentlichkeit vorgestellt.

    

Eine weitere Gelegenheit einen finanziellen Beitrag für das Projekt zu erhalten, war die Verleihung de Cockpit-Mockups, sowie der BMW Sternmotoren an die Stadtgemeinde Lienz, für die Aussstellung „SPURENSUCHE“ auf Schloß Bruck im Jahre 2007.

  

Am 22.7.2010 wurde mit der Firma Museumspartner ein Leihvertrag die Dauer von 10 Jahren für die Wanderausstellung „Gletscherarchäologie Ju 52“ abgeschlossen.

Mittlerweile befindet sich das Cockpit auf dem Flughafen in Mönchengladbach im neuen Hugo Junkers Hangar.